Regionalschule

Konzept Regionalschule

in der Theodor - Storm - Schule Hohn

 

Stand 5-2012

Verfahren zum Übergang in die Orientierungsstufe

Der Übergang von der Klassenstufe 4 in die Orientierungsstufe der Regionalschule ist im Wesentlichen unverändert:

  • Die Eltern erhalten mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 4 eine Schullaufbahnempfehlung für ihr Kind.
  • Die Eltern wählen nach der Empfehlung eine Schule aus (Regionalschule, Gemeinschaftsschule, Gymnasium).
  • Sie können nach einer Beratung durch die Schulleitung der empfohlenen oder der in Aussicht genommenen Schulart von der Empfehlung abweichen. Dabei dürfen hauptschulempfohlene Kinder aber grundsätzlich nicht auf dem Gymnasium angemeldet werden.


Die Orientierungsstufe an der TSS Hohn

Das pädagogische Konzept an der TSS Hohn sieht für die Orientierungsstufe die Zusammenstellung der Klassen in der Jahrgangsstufe 5 so vor, dass ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zwischen Schülerinnen und Schülern mit einer Empfehlung für den Bildungsgang Hauptschule und dem Bildungsgang Realschule entsteht. Die Schülerinnen und Schüler werden ausgehend von ihrer individuellen Lernausgangslage je nach ihrem Lernvermögen binnendifferenziert unterrichtet. Hierfür stehen neue Unterrichtsmaterialien und Schulbücher mit differenzierenden Inhalten zur Verfügung.


In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden 4 gemeinsame Klassenstunden erteilt. Es gibt darüber hinaus in diesen Fächern mindestens jeweils eine Förder- oder Forderstunde. Wenn möglich in Doppelbesetzung werden die Schülerinnen und Schüler in diesen Stunden individuell gefördert (ggf. nach einem Lernplan). Unter Berücksichtigung der individuellen Lernausgangslage sollen Unterrichtsinhalte wiederholt, vertieft oder auch durch Aufgabenstellungen mit neuen (höheren) Anforderungen erweitert werden. Hier fließen Erkenntnisse einer Lernstandserhebung (mindestens in Deutsch und Mathematik) in der Klassenstufe 5 zu Beginn des Schuljahres und Informationen der abgebenden Grundschulen ein. Es werden die Fächer Naturwissenschaften (NaWi) mit biologischen und physikalisch-chemischen Themen und Weltkunde (Geschichte, Erdkunde) unterrichtet. Zu jedem Halbjahr wird anhand des Leistungsbildes die Anforderungsebene (Bildungsgang zum Erwerb des Hauptschul- bzw. Realschulabschlusses) überprüft und ggf. in Absprache mit den Eltern ein Wechsel in den Anspruchniveaus, evtl. auch nur in einzelnen Fächern, vorgenommen. In den übrigen Fächern mindestens 3,0 und kein Fach oder WPU mit ungenügend benotet wurde, steigt die Schülerin oder der Schüler in die Klassenstufe 10 auf, an deren Ende die Prüfungen zum Erwerb des Realschulabschlusses stehen. Dieser Abschluss berechtigt dann zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe (Bedingungen wie oben).


Zusätzliche Unterstützung (in Vorbereitung) 

Die Lernhelfer, besonders geschulte Schülerinnen und Schüler und außerschulische Personen (Coaches), beraten und unterstützen Schülerinnen oder Schüler beim Lernen. Eine Hausaufgabenhilfe (Angebot der Offenen Ganztagsschule) kann das Lernen bei Bedarf begleiten.


Leistungsbeurteilung

In der Orientierungsstufe werden Klassenarbeiten und Lernzielkontrollen mit unterschiedlichen Anspruchsebenen geschrieben. Aus der Benotung in den Klassenarbeiten und im Zeugnis geht die Anspruchsebene hervor (* HS-Bildungsgang, ** RS- Bildungsgang). Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei jederzeit die Möglichkeit haben, auch die Leistungsanforderungen des höheren Bildungsganges ganz oder in Teilen zu erbringen. Zur Leistungsbeurteilung und den Entscheidungen über einen Wechsel des Bildungsganges werden neben den erbrachten mündlichen und schriftlichen Leistungen in regelmäßigen Abständen auch diagnostische Lernstandserhebungen herangezogen. Ab der Klassenstufe 7 erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis des besuchten Bildungsganges.


Zusammenarbeit mit den Eltern

Damit die Schülerinnen und Schüler erfolgreich lernen können, bedarf es einer engen Zusammenarbeit mit den Eltern. Ein guter Informationsfluss und ausreichende Transparenz sind unbedingte Voraussetzung. Neben den herkömmlichen Veranstaltungen (Elternversammlung, Elternsprechtage, ...) ist für alle Schülerinnen und Schüler ein Berichts- und Mitteilungsheft eingeführt. Es dient zum gegenseitigen Informationsaustausch (Hausaufgaben, besondere Leistungen, Noten, ...). Dieses führen die Kinder im Wesentlichen selbstständig. Es dient ihnen auch als Planer. Über den Umgang damit und Formen der Kenntnisnahme treffen Elternschaft und Lehrkräfte Absprachen.

 

Verfahren zum Übergang in die Sekundarstufe 

Am Ende der Orientierungsstufe entscheidet die Klassenkonferenz verbindlich über die weitere Schullaufbahn. Zu diesem Zeitpunkt ist auch noch ein Wechsel auf ein Gymnasium möglich. Es ist grundsätzlich eine Einzelfallentscheidung unter Berücksichtigung des gesamten Leistungsbildes anhand des Kompetenzrasters, der Schulübergangsempfehlung in Klasse 4 und ggf. weiterer Kriterien (Notenentwicklung, Vergleichsarbeiten, ...). Für den Bildungsgang zum Erwerb des Mittleren Bildungsabschluss sollen darüber hinaus als Richtschnur folgende Kriterien gelten:

Notendurchschnitt (HS-Niveau) von mindestens 2,7 in den Fächern Deu, Ma, Engl., sonstiger Notendurchschnitt 3,0


Sekundarstufe an der TSS Hohn

Unter der Voraussetzung, dass eine sinnvolle Klassenbildung möglich ist, erfolgt eine Klassenneubildung zu Beginn der Klassenstufe 7 nach Bildungsgängen. Andernfalls bleiben die Klassenverbände erhalten und der Unterricht erfolgt weiterhin binnendifferenziert. Bildungsgangbezogene Kurse in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch in allen Stunden oder einem Teil sind möglich. Anstatt des Faches NaWi wird wieder Unterricht in den einzelnen Fachbereichen erteilt, Weltkunde bleibt als Unterrichtsfach erhalten.
Auch hier ist zu jedem Zeugnistermin grundsätzlich ein Wechsel des Bildungsganges oder ein Wechsel der Anspruchsebene in einzelnen Fächern möglich. Förder- und Forderstunden sowie Eigenlernzeiten bleiben je nach der Lehrerstundenzuweisung fester Bestandteil des Stundenplans.
Ab Jahrgangsstufe 7 wird ein Wahlpflichtunterricht angeboten. Die Schülerinnen und Schüler wählen Kurse von insgesamt 4 Wochenstunden aus den Lernbereichen

  • 2. Fremdsprache (Französisch), vierstündig
  • Naturwissenschaften
  • Gesellschaft
  • Arbeit/Wirtschaft/Technik
  • Ästhetische Bildung, jeweils zweistündig.

 

Angebote zurzeit sind: Natur bewahren - Natur erleben, Informatik-Grundkurs, Andere verstehen - anderen helfen, Ballspiele, Fitness, Instrumentalmusik, Kunst, Theater, Schülerfirma „Schulkiosk“, Schülerzeitung, Literatur- und Theaterbesuche, Englischwerkstatt und
Textiles Werken. Schülerinnen und Schüler des Bildungsgangs zum Erwerb des Hauptschulabschlusses werden mit je einer zusätzlichen Deutsch- und Mathematikstunde gefördert.
Der WPU dient der Vertiefung, Verknüpfung und Erweiterung von Themen, die in den Lehrplänen vorgesehen sind und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern eine individuelle Schwerpunktbildung.


Abschlüsse

Am Ende der Jahrgangsstufe 8 erhält die Schülerin oder der Schüler einen schriftlichen Hinweis auf den zu erwartenden Abschluss. Wer auf dem Anspruchsniveau des Bildungsgangs Hauptschule unterrichtet wird, nimmt (am Ende der Klassenstufe 9) an der Hauptschulabschlussprüfung teil. Dies gilt auch für Schüler, bei denen der Mittlere Abschluss gefährdet erscheint. Sofern der Notendurchschnitt am Ende der Klassenstufe 9 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens 2,4 beträgt.