Gemeinschaftschule

 

Theodor-Storm-Schule Hohn

Grund- und Gemeinschaftsschule

des Amtes Hohner Harde

 

 

 

Konzept: Gemeinschaftsschule

 

 

 

Postanschrift:

Theodor-Storm-Schule

Schulstraße 1

24806 Hohn

 

Telefon         04335-922750

Fax              04335-9227520

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Homepage   www.schule-hohn.de

 

 

                                                                                                                                                                                                                              Stand: 2-2017

 

 

 

 

Unterricht in den Klassenstufen 5 und 6

Das pädagogische Konzept an der TSS Hohn sieht für die Klassenstufe 5 die Zusammenstellung der Klassen so vor, dass ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zwischen Schülerinnen und Schülern der jeweiligen Bildungsgänge entsteht. Wenn irgend möglich, ist verstärkter Klassenlehrerunterricht vorgesehen.

Die Schülerinnen und Schüler werden ausgehend von ihrer individuellen Lernausgangslage je nach ihrem Lernvermögen binnen differenziert auf mindestens 3 Niveaustufen unterrichtet. Hierfür stehen entsprechende Unterrichtsmaterialien und Schulbücher mit differenzierenden Inhalten zur Verfügung.

In der ersten Schulwoche in der Klassenstufe 5 liegt der Schwerpunkt auf einer Schulung der Methoden- und Sozialkompetenz. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus vielen Lerngruppen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Erfahrungen zusammen. Hier gilt es, eine neue Basis im Miteinander und Grundlagen beim Anwenden von Lernmethoden zu schaffen. Eine wöchentliche Klassen-lehrerstunde in den Jahrgängen 5 u. 6 soll optimale Voraussetzungen für das Lernen schaffen; insbesondere die Festigung von Regeln und Ritualen sowie die Stärkung der Sozialkompetenz sollen in diesen Stunden erfolgen.

In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden mindestens 4 gemeinsame Klassenstunden erteilt. Es gibt darüber hinaus in diesen Fächern mindestens jeweils eine Förder- oder Forderstunde. Wenn möglich in Doppelbesetzung werden die Schülerinnen und Schüler in diesen Stunden individuell gefördert (ggf. nach einem Lernplan). Unter Berücksichtigung der individuellen Lernausgangslage sollen Unterrichtsinhalte wiederholt, vertieft oder auch durch Aufgabenstellungen mit neuen (höheren) Anforderungen erweitert werden. Hier fließen Erkenntnisse einer Lernstandserhebung (mindestens in Deutsch, Mathematik und Englisch) in der Klassenstufe 5 zu Beginn des Schuljahres und ggf. Informationen der abgebenden Grundschulen ein.

Neu sind die Fächer Weltkunde (Unterrichtsinhalte aus den Fächern Erdkunde und Geschichte) und NaWi (Unterrichtsinhalte aus den Fächern Biologie, Physik und Chemie).

Zu jedem Halbjahr wird anhand des Leistungsbildes die Anforderungsebene überprüft und ggf. in Absprache mit den Eltern ein Wechsel in den Anspruchsniveaus, evtl. auch nur in einzelnen Fächern, vorgenommen.

 

Unterricht in den Klassenstufen 7 und 8

In den Klassenstufen 7 und 8 knüpft der Unterricht möglichst nahtlos an die Unterrichtsprinzipien der vorherigen Klassenstufen an. Die Schülerinnen und Schüler verbleiben im bisherigen Klassenverband.

Im Fach Deutsch und Mathematik soll versucht werden, über die Projekte MMS (Mathe macht stark) und LMS (Lesen macht stark) und die zu erwartenden Differenzierungsstunden (über die Kontingentstundentafel hinaus) eine 5. Fachstunde in Doppelsteckung zu erteilen, um individuellen Lernanforderungen wie der Förderung in Bereichen mit Lernschwächen oder zusätzlicher Anforderung bei besonderer Begabung gerecht werden zu können. Der Unterricht erfolgt weiterhin im Klassenverband binnen differenziert auf bis zu vier Anforderungsebenen. Er umfasst auf der Grundlage der geltenden Lehrpläne, erarbeiteten Fachcurricula und der Bildungsstandards der einzelnen Bildungsgänge (KMK-Konferenz) einerseits Aufgabenstellungen für Inklusionsschüler und zum Erwerb von Basiskompetenzen auf der unteren Anforderungsebene. Andererseits handelt es sich um Aufgaben und Inhalte zum Erwerb erweiterter Kompetenzen der mittleren und oberen Anforderungsebene.

Im Fach Englisch erfolgt eine äußere Differenzierung (Kurssystem) je nach Schülerzahl auf bis zu drei Anforderungsebenen. Um die Durchlässigkeit zu gewährleisten und Methoden abzusprechen, wird der Unterricht in den einzelnen Kursen von den Fachlehrern gemeinsam vorbereitet.

Das Fach Weltkunde wird weiterhin nach den geltenden Fachanforderungen und dem Fachcurriculum der Schule unterrichtet.

Im naturwissenschaftlichen Bereich werden die Fächer Biologie und Physik/Chemie ab Klassenstufe 8 wieder eigenständig unterrichtet. Die Themen aus den Lehrplänen der unterschiedlichen Schularten sind dabei den Klassenstufen so zugeordnet, dass innerhalb einer Lerngruppe keine unterschiedlichen Thematiken Unterrichtsinhalt sind.

Als besondere Vorbereitung auf das Berufsleben und wichtiger Beitrag zu einer erfolgreichen Lebensbewältigung werden durchgängig jeweils halbjährig die Fächer Verbraucherbildung und Technisches Werken unterrichtet.

Die Berufsorientierung ist integrativer Bestandteil aller Fächer.

 

Unterricht in den Klassenstufen 9 und 10

Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen und solche, die auf der Anspruchsebene zum Erwerb des Ersten allgemeinbildenden Schulabschlusses (ESA) unterrichtet werden sowie jene des Bildungsgangs zum Erwerb des Mittleren Schulabschlusses (MSA) mit einem schwächeren Leistungsbild benötigen andere Rahmenbedingungen als die übrigen Lernenden. Dies zeigen die Erfahrungen im Unterricht seit vielen Jahren. Daher wird diese Schülergruppe im Rahmen der Binnendifferenzierung aber auch in Förderstunden speziell auf den Abschluss im 9. Schuljahr und den Übergang in das Berufsleben vorbereitet. Vermehrt praktische und berufsbezogene Anteile finden Berücksichtigung. Das Projekt „Berufseinstiegs-begleitung“, das an der TSS seit mehreren Jahren erfolgreich umgesetzt wird, kann hier ebenfalls hilfreich ansetzen.

Für Schülerinnen und Schüler des Bildungsganges MSA erfolgt der Unterricht auf mindestens 2 Anforderungsebenen. Schülerinnen und Schüler, bei denen ein guter ESA erwartet wird, sollen darüber hinaus auf die erfolgreiche Mitarbeit in der 10. Klasse zum Erwerb des MSA vorbereitet werden. Dies erfolgt auch durch individuelle Fördermaßnahmen.

Das Fach Weltkunde wird weiterhin unterrichtet.

Im naturwissenschaftlichen Bereich bleibt die Trennung der Fächer bestehen.

Für die Berufsorientierung gilt ein gesondertes Konzept. Die Projektprüfung wird von allen Schülerinnen und Schülern bereits in der 9. Klasse absolviert.

Wenn die Lehrerstellenzuweisung es zulässt, sind zusätzliche Lernzeiten angedacht, in denen individuelle Defizite aufgearbeitet werden können oder Lerninhalte bearbeitet werden, die auf eine höhere Anspruchsebene oder einen höheren Bildungsabschluss vorbereiten bzw. diesen anbahnen.

 

Wahlpflichtunterricht (WPU)

Ab Jahrgangsstufe 7 wird ein vierstündiger Wahlpflichtunterricht angeboten. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus einem Kursangebot in folgenden Lernbereichen

  • 2. Fremdsprache (Französisch)
  • Naturwissenschaften
  • Gesellschaft
  • Arbeit/Wirtschaft/Technik
  • Ästhetische Bildung
  • Der WPU dient der Vertiefung, Verknüpfung und Erweiterung von Themen, die in den Lehrplänen vorgesehen sind und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine individuelle Schwerpunktbildung. Eine Wahl ist für drei bzw. vier Jahre verbindlich.

Bisher werden folgende WPU angeboten:

Französisch, Angewandte Naturwissenschaften, Konsumwelten, Fit & gesund durch die Schulzeit, Konsumwelten (Schülerfirma Schulkiosk), Tatort Leben sowie Kindheit und Jugend von der Antike bis zur Gegenwart.

 

Abschlüsse

Am Ende der Jahrgangsstufe 8 erhält die Schülerin oder der Schüler einen schriftlichen Hinweis auf den zu erwartenden Abschluss. Wer auf dem Anspruchsniveau zum Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) unterrichtet wird, nimmt (am Ende der Klassenstufe 9) an einer Abschlussprüfung teil. Dies gilt auch für Schüler, bei denen der Mittlere Schulabschluss (MSA) gefährdet erscheint.

Der Erste allgemeinbildende Schulabschluss (ESA) ist erreicht, wenn nicht mehr als eine Endnote schlechter als ausreichend (4) ist und keine Note ungenügend (6) erteilt wurde.

Sofern der Notendurchschnitt am Ende der Klassenstufe 9 im ESA in nicht mehr als einem Fach schlechter als befriedigend (3) ist und keine Note mangelhaft (5) und ungenügend (6) erteilt wurde, liegt eine Berechtigung zum Besuch der Jahrgangsstufe 10 vor.

 

Am Ende der Jahrgangsstufe 10 steht die Prüfung zum Erwerb des Mittleren Schulabschlusses (MSA). Unter den Bedingungen wie oben ist der Abschluss erreicht bzw. liegt eine Berechtigung zum Besuch einer Sekundarstufe II vor.

Kooperationsverträge mit den Berufsbildungszentren führen zu einem Anspruch auf den Besuch der dortigen Sekundarstufe II, wenn die Bedingungen im Abschluss-zeugnis (MSA) erfüllt sind.

 

Zusätzliche Unterstützung

Eine Hausaufgabenhilfe (Angebot der Offenen Ganztagsschule) kann das Lernen bei Bedarf begleiten. Förder- und Forderunterricht soll bei individuellen Lernschwächen und –stärken unterstützen.

 
Leistungsbeurteilung
Es werden Klassenarbeiten und Lernzielkontrollen mit unterschiedlichen Anspruchsebenen geschrieben. Aus der Benotung in den Klassenarbeiten und im Zeugnis geht die Anspruchsebene hervor (* Erster allgemeinbildender Schulabschluss, ** Mittlerer Schulabschluss, ***gymnasialer Bildungsgang). Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei jederzeit die Möglichkeit haben, auch die Leistungsanforderungen des höheren Bildungsganges ganz oder in Teilen zu erbringen.

Zur Leistungsbeurteilung und den Entscheidungen über einen Wechsel des Bildungsganges werden neben den erbrachten mündlichen und schriftlichen Leistungen in regelmäßigen Abständen auch diagnostische Lernstandserhebungen herangezogen.

 
Zusammenarbeit mit den Eltern

Damit die Schülerinnen und Schüler erfolgreich lernen können, bedarf es einer engen Zusammenarbeit mit den Eltern. Ein guter Informationsfluss und ausreichende Transparenz sind unbedingte Voraussetzung.

Neben den herkömmlichen Veranstaltungen (Elternversammlung, Elternsprechtage, ...) ist für alle Schülerinnen und Schüler ein Berichts- und Mitteilungsheft eingeführt. Es dient zum gegenseitigen Informationsaustausch (Hausaufgaben, besondere Leistungen, Noten, ...). Dieses führen die Kinder im Wesentlichen selbstständig. Es dient ihnen auch als Planer. Über den Umgang damit und Formen der Kenntnisnahme treffen Elternschaft und Lehrkräfte Absprachen.

 

Offene Ganztagsschule

Seit Beginn des Schuljahres 2016/17 gibt es in der Zeit von 13.30 – 15.15 Uhr an allen 5 Wochentagen unterrichtsergänzende Angebote, an denen Schülerinnen und Schüler gegen eine Gebühr von 25 € im Halbjahr teilnehmen können. Auch die Einnahme einer warmen Mahlzeit (Kosten 2,50 €) ist möglich.